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Wissen · Werkstoffe

Kunststoffe im Überblick: Werkstoffkunde für die richtige Materialwahl

Kurz gesagt

Kunststoffe lassen sich grob in Standardkunststoffe (z. B. PVC, PE, PP, PS), technische Kunststoffe (z. B. Acrylglas/PMMA, Polycarbonat) und Hochleistungskunststoffe einteilen. Für sichtbare, transparente Anwendungen sind vor allem Acrylglas (PMMA) und Polycarbonat (PC) relevant: Acrylglas ist glasklar und kratzfester, Polycarbonat nahezu unzerbrechlich. Welcher Werkstoff passt, entscheiden Transparenz, Schlagfestigkeit, Temperatur und Witterung.


„Kunststoff“ ist kein Material, sondern eine ganze Familie mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften. Wer das passende Halbzeug wählt, spart später Ärger: Ein Werkstoff, der drinnen perfekt ist, kann draußen vergilben; einer, der bruchsicher ist, lässt sich schlecht polieren. Dieser Überblick ordnet die wichtigsten Kunststoffe und verlinkt in die Detail-Themen.

Was sind technische Kunststoffe?

Technische Kunststoffe sind Werkstoffe mit besseren mechanischen, thermischen oder optischen Eigenschaften als die preiswerten Standardkunststoffe – etwa höhere Festigkeit, Maßhaltigkeit oder Transparenz. Dazu zählen Acrylglas (PMMA) und Polycarbonat (PC). Sie werden dort eingesetzt, wo es auf Präzision, Belastbarkeit oder Optik ankommt – also in genau den Anwendungen, für die Halbzeuge zerspanend bearbeitet, gebogen oder verklebt werden.

Wie werden Kunststoffe eingeteilt?

Zwei Einteilungen sind in der Praxis nützlich:

Nach Verhalten bei Wärme: Thermoplaste (schmelzen bei Wärme, sind umform- und schweißbar – fast alle hier genannten), Duroplaste (härten dauerhaft aus) und Elastomere (gummielastisch).

Nach Leistungsniveau: Standard-, technische und Hochleistungskunststoffe – mit steigenden Eigenschaften und steigendem Preis.

Für die Kunststoffbearbeitung relevant sind fast ausschließlich Thermoplaste als Halbzeuge (Platten, Rohre, Stäbe).

Die wichtigsten Kunststoffe im Steckbrief

Acrylglas / PMMA – glasklar (sehr hohe Lichtdurchlässigkeit), hart und kratzfester als Polycarbonat, von Natur aus UV- und witterungsbeständig, aber spröder. Für transparente, optisch hochwertige Teile. → Details: Acrylglas oder Plexiglas – der Unterschied

Polycarbonat (PC) – nahezu unzerbrechlich und sehr schlagzäh, höher temperaturbeständig, aber weicher/kratzempfindlicher und ohne UV-Schutz vergilbend. Für sicherheits- und schlagrelevante Teile. → Vergleich: Acrylglas oder Polycarbonat

PVC (Hart-PVC / PVC-U) – hart, chemikalien- und wetterbeständig, schwer entflammbar, günstig; meist opak. Für Profile, Behälter, Auskleidungen.

Polyethylen (PE / HDPE) – zäh, sehr beständig gegen Chemikalien und Feuchtigkeit, geringe Dichte und gute Gleiteigenschaften. Für Behälter, Gleit- und Verschleißteile.

Polypropylen (PP) – sehr leicht, chemikalienbeständig, wärmebeständiger als PE, wird in der Kälte spröde. Für Behälter, Apparatebau, chemische Anwendungen.

Polystyrol (PS) – preiswert, hart, als Variante glasklar, aber spröde und wenig chemikalienbeständig. Vor allem für Innenanwendungen.

Welche transparenten Kunststoffe gibt es?

Die wichtigsten glasklaren Werkstoffe sind Acrylglas (PMMA) und Polycarbonat (PC), dazu in einfacher Qualität Polystyrol (SAN/PS). Acrylglas bietet die brillanteste Optik und Kratzfestigkeit, Polycarbonat die höchste Schlagzähigkeit. Welcher transparente Kunststoff der richtige ist, lesen Sie im direkten Vergleich: Acrylglas oder Polycarbonat und – wenn es um den Außeneinsatz geht – UV-beständiger Kunststoff.

Aus Material wird ein Bauteil erst durch die Bearbeitung: Wie Kunststoffe zugeschnitten, gefräst, gebogen, geklebt oder lasergeschnitten werden, bündelt unser Überblick Kunststoffbearbeitung.

Die Materialwahl entscheidet über Funktion, Lebensdauer und Kosten eines Bauteils – und sie lässt sich später kaum noch korrigieren. semper-plastic verarbeitet Acrylglas, Polycarbonat, PVC, PE, PP, PS und weitere technische Kunststoffe seit über 55 Jahren (gegründet 1970) nach DIN ISO 9001 – von der Beratung über das Halbzeug bis zum fertigen Teil, von der Einzelanfertigung bis zur Serie. Sagen Sie uns, was das Teil können muss: Materialberatung anfragen.

Häufige Fragen zu Kunststoffen

Was sind technische Kunststoffe?

Technische Kunststoffe haben bessere mechanische, thermische oder optische Eigenschaften als Standardkunststoffe – etwa höhere Festigkeit oder Transparenz. Beispiele sind Acrylglas (PMMA) und Polycarbonat (PC).

Welche Arten von transparentem Kunststoff gibt es?

Die wichtigsten sind Acrylglas (PMMA) und Polycarbonat (PC), dazu Polystyrol bzw. SAN in einfacher Qualität. Acrylglas bietet die klarste Optik und Kratzfestigkeit, Polycarbonat die höchste Schlagzähigkeit.

Welche Kunststoffarten sind die wichtigsten?

In der Praxis am wichtigsten sind die Thermoplaste PMMA (Acrylglas), Polycarbonat, PVC, PE, PP und PS. Sie decken nahezu alle gängigen Anwendungen von transparent bis robust ab.

Wie wählt man den richtigen Kunststoff aus?

Nach den Anforderungen des Bauteils: Transparenz und Optik, Schlagfestigkeit, Temperatur- und Witterungsbeständigkeit sowie Budget. Für klare Teile spricht vieles für Acrylglas, für schlagbelastete für Polycarbonat – im Zweifel hilft eine Materialberatung.

Den richtigen Kunststoff wählen?

Sagen Sie uns, was Ihr Bauteil können muss – Transparenz, Schlagfestigkeit, Temperatur, Witterung – wir empfehlen den passenden Werkstoff und fertigen ihn.

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