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Wissen · Anwendung & Praxis

Die richtige Monitorhöhe – so stellen Sie den Bildschirm ergonomisch ein

Kurz gesagt

Die Oberkante des Monitors steht idealerweise auf Augenhöhe oder leicht darunter, sodass Ihr Blick beim Arbeiten um etwa 30–35° leicht nach unten fällt. Der Sehabstand beträgt rund 50–80 cm, der Bildschirm ist leicht nach hinten geneigt. Sitzt der Monitor zu tief, kippt der Kopf nach vorn – die häufigste Ursache für Nacken- und Schulterbeschwerden am Schreibtisch. Steht er zu niedrig, hilft eine stabile Monitorerhöhung.


Die meisten Schreibtische sind für Tastatur und Maus gemacht – nicht für den Bildschirm. Die Folge: Der Monitor steht direkt auf der Platte, der Kopf neigt sich über Stunden nach unten, und abends ziehen Nacken und Schultern. Dabei ist die richtige Höhe schnell gefunden, wenn man eine einfache Faustregel und drei Messpunkte kennt.

Auf welcher Höhe sollte ein Monitor stehen?

Die Oberkante des Bildschirms gehört auf Augenhöhe oder ein paar Zentimeter darunter. Wenn Sie gerade nach vorn blicken, treffen Ihre Augen das obere Drittel des Monitors; den Rest erfassen Sie mit leicht gesenktem Blick. Dieser leicht nach unten gerichtete Blickwinkel von rund 30–35° ist für die Augen entspannter und hält die Halswirbelsäule in einer neutralen Haltung. Eine Ausnahme sind sehr große Bildschirme ab 27 Zoll und Bifokalbrillen-Träger – hier darf der Monitor etwas tiefer stehen. Diese Richtwerte decken sich mit den arbeitswissenschaftlichen Empfehlungen der DGUV zum Bildschirmarbeitsplatz.

Soll der Monitor auf Augenhöhe sein – oder darunter?

Auf Augenhöhe gehört nicht die Bildschirmmitte, sondern die Oberkante. Ein verbreiteter Irrtum ist, die Mitte des Monitors auf Augenhöhe zu bringen – dann blicken Sie dauerhaft nach oben, was Nacken und Augen zusätzlich belastet. Richtwert: Sie schauen geradeaus auf den oberen Rand und leicht nach unten auf den Inhalt. Den Neigungswinkel des Gehäuses stellen Sie so ein, dass die Bildfläche etwa im rechten Winkel zu Ihrer Blickrichtung steht – meist 10–20° nach hinten gekippt.

Welcher Abstand ist richtig?

Der Abstand zwischen Augen und Bildschirm sollte etwa 50–80 cm betragen – grob eine Armlänge. Je größer der Monitor, desto eher das obere Ende dieser Spanne. Tastatur und Maus stehen so weit vorn, dass die Unterarme locker aufliegen und die Handgelenke gerade bleiben. Stimmt der Abstand nicht, gleichen viele das unbewusst über die Kopfhaltung aus – und sitzen wieder schief.

Ist eine Monitorerhöhung sinnvoll?

Ja, in den meisten Heim- und Büroarbeitsplätzen schon. Standfüße vieler Monitore lassen sich nicht hoch genug einstellen, um die Oberkante auf Augenhöhe zu bringen – gerade bei Laptops und günstigeren Displays. Eine Monitorerhöhung schließt genau diese Lücke und schafft zugleich Stauraum für Tastatur und Ablage. Wichtig ist eine stabile, kippsichere Auflage mit ausreichender Tragkraft; wackelt die Erhöhung, leidet sowohl die Ergonomie als auch das Gerät.

Monitorhöhe in 5 Schritten einstellen

Aufrecht hinsetzen. Gerade Sitzhaltung, Füße flach, Oberarme entspannt – erst dann messen. Die Höhe richtet sich nach Ihrer Sitzposition, nicht umgekehrt.

Oberkante auf Augenhöhe bringen. Geradeaus blicken; die Oberkante des Monitors sollte auf oder knapp unter Ihrer Augenlinie liegen.

Abstand prüfen. Eine Armlänge (ca. 50–80 cm) zwischen Augen und Display, bei großen Bildschirmen eher mehr.

Neigung anpassen. Gehäuse 10–20° nach hinten kippen, bis die Bildfläche frontal zu Ihrem Blick steht und nicht spiegelt.

Bei Bedarf erhöhen. Reicht der Standfuß nicht aus, eine stabile Monitorerhöhung unterlegen, bis Schritt 2 stimmt.

Häufige Fragen zur Monitorhöhe

Welche Höhe ist für einen Monitor optimal?

Die Oberkante des Bildschirms steht idealerweise auf Augenhöhe oder leicht darunter, sodass Ihr Blick um etwa 30–35° leicht nach unten fällt. So bleibt die Halswirbelsäule in neutraler Haltung. Bei sehr großen Bildschirmen darf der Monitor etwas tiefer stehen.

Ist es schlecht, wenn der Monitor zu hoch hängt?

Ja. Sitzt der Monitor zu hoch, müssen Sie den Kopf in den Nacken legen und dauerhaft nach oben blicken – das belastet Nacken und Augen und trocknet durch das weiter geöffnete Lid die Augen schneller aus. Etwas zu tief ist meist verträglicher als zu hoch.

Soll der Monitor auf Augenhöhe sein?

Auf Augenhöhe gehört die Oberkante des Monitors, nicht die Bildmitte. Wenn Sie gerade nach vorn blicken, treffen die Augen das obere Drittel; den Inhalt erfassen Sie mit leicht gesenktem Blick.

Ist eine Monitorerhöhung sinnvoll?

In den meisten Arbeitsplätzen ja, weil viele Standfüße die nötige Höhe nicht erreichen – besonders bei Laptops und günstigeren Displays. Eine stabile Erhöhung bringt die Oberkante auf Augenhöhe und schafft zusätzlich Platz auf dem Schreibtisch.

Wie hoch sollte der Bildschirm am Arbeitsplatz sein?

Als Faustregel: aufrecht hinsetzen, geradeaus blicken, die Oberkante auf Augenhöhe ausrichten und einen Abstand von rund 50–80 cm einhalten. Den verbleibenden Höhenbedarf füllt eine Monitorerhöhung.

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